Naturparkschule JKS macht BNE
an außerschulischen Lernorten mit außerschulischen Netzwerkpartnern

Die Janusz-Korczak-Schule Welzheim ist das erste sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrum (SBBZ mit Förderschwerpunkt Lernen) im Kreise der Naturparkschulen im Rems-Murr-Kreis.

Unser Ziel als Naturparkschule ist es, den SchülerInnen mit sonderpädagogischem Förderbedarf vielfältige Begegnungen und Erfahrungen zu ermöglichen, die sie zu zukunftsfähigem Denken und Handeln befähigen. Durch die geförderten Naturpark-Aktivitäten im Schuljahr 2018/19 konnten wir die für uns wichtige Art von Bildung für nachhaltige Entwicklung intensivieren.

Schullandheim Salbengehren

weitere Aktionen

Einschätzung der erreichten Ziele

Unsere Naturpark-Aktivitäten stellen inzwischen einen festen Bestandteil in unserem Schulleben dar - den auch die SchülerInnen vehement einfordern. Besonders eindrücklich war im Schuljahr 18/19 für alle TeilnehmerInnen der Hauptstufe unser 3-tägiges Zeltlager auf dem Jugendzeltplatz Salbengehren am Ebnisee. Hier tauchten wir in unmittelbarster Weise in die typische Landschaft des Naturparks Schwäbisch-Fränkischer Wald ein. Die SchülerInnen genossen das gemeinschaftliche Erleben und wuchsen daran. Sie lernten, 3 Tage ohne großen Luxus zu überstehen – Kochen am Feuer, Sammeln von Wildkräutern, Orientierung im Wald (bei Tag und bei Nacht). Wanderziele in der Heimat der Schülerinnen wie die Gallengrotte und der Ebnisee lernten sie kennen und schätzen.

Parallel dazu fanden die Naturpark-Projekttage für die Grundstufe an der Schule statt. Hier wurden Wanderlieder gesungen und Wanderstöcke geschnitzt. Auf der beachtlichen Wanderstrecke von der Laufenmühle zum Ebnisee kamen auch die GrundstufenschülerInnen in den Genuss des Naturparks. Sie entdeckten sie die Blumen und Tiere wieder, die sie in den Waldmodulen und im Unterricht kennengelernt hatten und besuchten die Hauptstufe im Zeltlager, um an den o.g. Workshop-Angeboten mitzumachen.

Das Erforschen ist ebenso fester Bestandteil unserer Naturpark-Angebote: Beispielsweise bestimmte eine Gruppe SchülerInnen an verschiedenen Orten die Wasserqualität von Waldbächen, bzw. Bächen entlang bewirtschafteter Wiesen. Dabei lernten sie nicht nur kleinste Wassertiere kennen. Sie entwickelten ein Bewusstsein für Biolandwirtschaft versus konventionelle Landwirtschaft. Bei Besuchen auf Biolandhöfen lernten die SchülerInnen nicht nur die Verarbeitung verschiedenster Tierprodukte (Wolle, Milch,…) kennen, sie bekamen ebenso Einblicke in die Möglichkeiten artgerechter Tierhaltung und Biolandbau.

Rundum können wir sagen: durch die geförderten Naturparkaktivitäten konnten wir unser Anliegen sicher umsetzen, in unseren Schüler ein Bewusstsein für nachhaltige Entwicklung zu wecken. Der neugierige Blick für das Leben in der Natur wurde geschärft. Das Bedürfnis zur Bewahrung unserer Natur wurde geweckt. Eindrücklich konnten wir bei unseren Waldtagen leider beobachten, wie der Wald durch die anhaltende Trockenheit leidet.

Auch im aktuellen Schuljahr 2019/20 finden weitere Naturparkprojekte statt: „Zukunft säen!“ auf dem Biolandhof Vogel, Backen im dortigen Backhäusle, Waldtage mit dem Förster, Apfellese, weitere Waldmodule, etc. Die Naturparkschule ist also ein nachhaltig angelegter Bestandteil unserer Einrichtung.